Lege Journal und Stift dorthin, wo du morgens ohnehin bist: neben die Kaffeemaschine, ans Fensterbrett, auf den Küchentisch. Entferne Ablenkungen in Sichtweite für diese kurzen Minuten. Ein sichtbarer Startpunkt nimmt Willenskraftdruck heraus. Du beginnst, weil es buchstäblich vor dir liegt. Kleine Hinweise – ein Lesezeichen, ein Post-it – erinnern freundlich, ohne zu nerven. Umgebung wird zum Verbündeten, nicht zur Prüfung.
Versprich dir nur das Minimum, das du sicher halten kannst: „Zwei Minuten atmen, drei Zeilen schreiben.“ Alles darüber zählt als Bonus. So sammelst du verlässliche Erfolge, die Motivation nähren. Konsistenz schlägt Intensität, besonders an vollen Tagen. Wenn du einmal auslässt, kehre ohne Drama zurück. Markiere weitergeführte Tage dezent; die Kette motiviert, doch die Freundlichkeit hält sie wirklich zusammen.
Plane für Hindernisse vorab: „Wenn ich verschlafe, dann atme ich einmal im Bad und schreibe eine Zeile am Küchentisch.“ Solche Brücken verhindern Entweder-oder-Denken. Du hältst den Faden, auch wenn Umstände toben. Notiere ein, zwei Alternativen, die realistisch sind. Flexibilität schützt die Gewohnheit und schützt dich zugleich vor Perfektionismusfallen, die viel zu oft zum Abbruch führen.
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